Zum Hauptinhalt springen

Picture-of-the-Future für die digitalisierte Wasserwirtschaft

Laufzeit

01.05.2021 - 30.04.2023

Beschreibung

Obwohl die Digitalisierung inzwischen von nahezu allen wichtigen Vertretern der Wasserwirtschaft als wichtiges Handlungsfeld für die unmittelbare Zukunft eingestuft wird, werden bei der konkreten Umsetzung zumeist „nur“ einzelne Aspekte oder Anwendungen betrachtet. Häufig sind diese Arbeiten Bestandteil der strategischen Unternehmensplanung der Anlagenbetreiber, die das Ziel hat, die Ver- bzw. Entsorgung langfristig sicherzustellen. Es ist allerdings auch festzustellen, dass es bisher nicht gelingt, ein vollständiges Zukunftsbild (Picture-of-the-Future) für die digitale Transformation der Wasserwirtschaft zu entwerfen, aus dem ganzheitlich ausgerichtete Vorgaben zur Beschreibung der technischen Umsetzung abgeleitet werden können.

Auch gelingt es bisher kaum, diese Ansätze verallgemeinerbar zu formulieren, um eine Übertragung auf andere Betreiber zu erreichen. Es besteht die (große) Gefahr, dass diese Einzelaspekte unabhängig voneinander realisiert werden und als Einzellösungen im Raum stehen bleiben. Dabei bietet gerade eine ganzheitliche Sicht die Möglichkeit, Daten mehrfach bzw. für unterschiedliche Anwendungen gemeinsam zu nutzen.

Um die Möglichkeiten der Digitalisierung in der Wasserwirtschaft in ihrer Gesamtheit zu erkennen und bewerten zu können, wird im Rahmen des Vorhabens Blue2035 ein Picture-of-the-Future für Betreiber aus der Wasserwirtschaft erarbeitet. Der betrachtete Zeit-Horizont liegt bei mind. 10-15 Jahren. Das Ergebnis ist ein sogenannter IT/OT-Bebauungsplan, an dem sich Wasserversorger und/oder Abwasserentsorger bei ihrer strategischen Unternehmensplanung orientieren können. Das Picture-of-the-Future vereinigt vorhandene, absehbare aber auch (noch) nicht vorhandene Elemente der Prozessleittechnik (OT, Operational Technology) mit Elementen der Information Technology (IT). Dabei werden auch funktionale Lücken und Herausforderungen in verteilten, modularen Systemarchitekturen identifiziert, so dass Forschungs- und Entwicklungsanstrengungen auf diese „weißen Flecke“ fokussiert werden können. Der Vorteil der vorgeschlagenen Vorgehensweise besteht darin, dass Investitionsentscheidungen bei Betreibern, Systemanbietern und Forschungseinrichtungen an diesem Picture-of-the-Future strategisch ausgerichtet und aufbauend aufeinander abgestimmt werden können, anstatt sich zu überschneiden bzw. sogar zu behindern.


Kontaktperson Dr. Andreas Pirsing
Siemens AG
Nonnendammallee 101
13629 Berlin
E-Mail: andreas.pirsing[at]siemens.com