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Meldung

Das Wasser wird knapp: über neue Steuerungsmodelle und durstigen Rechenzentren

In der neuen Folge des Digital GreenTech Podcasts geht es um Wasser, seine Nutzung in Städten, den Einfluss von KI und Rechenzentren und wie wir diese wertvolle Ressource besser schützen können.

In der neuen Folge des Digital GreenTech Podcasts geht es um Wasser – eine Ressource, die so selbstverständlich erscheint, aber gleichzeitig immer knapper wird. In vielen Städten und Regionen Deutschlands gerät die Wasserversorgung durch Hitzeperioden und steigenden Verbrauch unter extremen Druck. Leitungen verlieren durch Leckagen Wasser, die Infrastruktur verbraucht Energie, und in kritischen Situationen drohen Versorgungsengpässe.

Prof. Dr. Peter Pelz von agents42watermarkets arbeitet an einem intelligenten System, das städtische Wassernetze effizient steuert. In einem Multiagentensystem kommunizieren die Komponenten der Infrastruktur miteinander und passen Versorgung und Nachfrage flexibel an. So könnte Wasser genau dorthin geleitet werden, wo es gebraucht wird, noch bevor Engpässe entstehen. Marktmechanismen wie Preisanreize sollen dabei helfen, den Verbrauch in Phasen der Knappheit zu steuern. Ziel ist nicht nur Effizienz, sondern auch Nachvollziehbarkeit: Anders als klassische KI-Black-Box-Modelle lassen sich die Entscheidungen des Systems nachvollziehen.

Teresa Zeck von der Gesellschaft für Informatik e.V. hat in einer aktuellen Studie untersucht, wie viel Wasser Künstliche Intelligenz verbraucht, von der Herstellung spezialisierter Chips bis zum Betrieb energieintensiver Rechenzentren. Die Analyse zeigt: KI ist „durstig“. Allein das Training großer Modelle verschlingt enorme Mengen Wasser. Gleichzeitig fehlen Transparenz und Standards, um den ökologischen Fußabdruck dieser Technologie wirklich zu erfassen.

„Es scheint als wäre Wasser ein unendlich verfügbares Gut. Wasser ist extrem billig. Dabei ist das gar nicht unbedingt so. Das World Ressource Insitute geht davon aus, dass aktuell etwa 40% der Weltbevölkerung von extremen Wasserstress betroffen sind. Durch den Klimawandel verstärkt sich das Problem auch zunehmend. Es sind mittlerweile auch in Deutschland viele Gebiete von Wasserknappheit betroffen – vor allem in Brandenburg, Teile von Mitteldeutschland und das Rhein-Main-Gebiet“, so Teresa Zeck im Interview.

Wie können wir den Wasserverbrauch in Städten und digitalen Infrastrukturen transparent messen? Und wie lassen sich Technologien so gestalten, dass sie leistungsfähig bleiben, ohne die Umwelt zusätzlich zu belasten?

Diese und weitere Fragen beantworten Prof. Dr. Peter Pelz und Teresa Zeck in der neuen Folge des Digital GreenTech Podcasts.

Viel Spaß beim Hören!

Der Podcast ist auf Spotify, Apple Podcasts, YouTube und auf der Podcast-Website verfügbar.

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Sharepic mit dem Folgentitel. Im Hintergrund ist eine Wasserwelle zu sehen.