Whitepaper
Umgang mit Zielkonflikten bei der Nachhaltigkeitsbewertung
Nachhaltigkeitsanalysen führen häufig zu Zielkonflikten in Forschungsprojekten. Doch wie kann mit solchen Zielkonflikten umgegangen werden? Diese Frage hat sich Dr. Martin Möller im neuen Whitepaper gestellt.
Zielkonflikte können schnell auftreten, wenn in einer Nachhaltigkeitsanalyse mit mehreren Indikatoren gearbeitet wird. Ein typisches Beispiel hierfür sind die Analysen im Netzwerk DigitalGreenTech (NetDGT), bei denen neben dem CO2-Fußabdruck auch Schadstoffaspekte und Lebenszykluskosten sowie ggf. weitere Nachhaltigkeitsaspekte betrachtet wurden. Oft treten Zielkonflikte auf, wenn unterschiedliche Schutzgüter wie Luft und Wasser oder verschiedene Lebenszyklusabschnitte wie Herstellung oder Entsorgung eines Produkts miteinander konkurrieren. So kann in einer Analyse zur Nachhaltigkeit der Ausbau von Windkraftanlagen für nachhaltige, regenerative Energieerzeugung mit dem Ziel in Konflikt geraten, Lebens- und Wohnraum von Mensch und Tier zu schützen. Auch die Wiederansiedlung von Wölfen, ein großer Fortschritt für die Biodiversität, kann gleichzeitig zum Problem für die Sicherheit von Nutz- und Weidetieren und somit für eine regionale Landwirtschaft werden.
Das Whitepaper zeigt diese Probleme und Herausforderungen aus der Forschungspraxis auf und gibt darüber hinaus Anhaltspunkte, wie mit den Zielkonflikten umgegangen werden kann. So stellt sich heraus, dass ein großes Problem eine unkonkrete Zielsetzung sein kann. Außerdem geht als Ansatz für einen Umgang mit den Zielkonflikten hervor, die Einzelparameter zu normieren und aggregieren. Demnach kann ein Konflikt entschärft werden, indem einzelne Wirkungsindikatorwerte (z.B. CO2-Fußabdruck eines Produkts) zu einem Referenzwert (z.B. gesamte CO2-Emissionen in Deutschland) ermittelt und normiert werden.
Das Papier kann hier heruntergeladen werden: Umgang mit Zielkonflikten bei der Nachhaltigkeitsbewertung.
Mehr über die Nachhaltigkeitsanalysen kann in der Publikation Entwicklungsbegleitende Nachhaltigkeitsanalysen im Querschnittsprojekt zur Fördermaßnahme „Digital GreenTech“ nachgelesen werden.




