In den Wäldern
Das Projekt TreeMon soll mithilfe von KI und hochsensiblen Akustiksensoren kleinste Geräusche im Holz erfassen und auswerten, lange bevor Schäden sichtbar werden.
Denn Bäume geben sogenannte Mikro-Schallemissionen von sich, die Hinweise auf die Vitalität eines Baums geben können. Eine KI analysiert die lokal gesammelten Signale und lernt, sie zuzuordnen. So können etwa instabile Äste frühzeitig erkannt oder Schädlingsbefall lokalisiert werden: für eine sichere Infrastruktur, gesunde Wälder und den nachhaltigen Anbau von Obstbäumen.
In den Gewässern
Das Verbundprojekt DIWA soll die Wasserqualität in Gewässern überwachen, zum Beispiel bei Algenblüten, Schadstoffen oder Keimen.
Dafür werden Sensoren im Wasser, Drohnendaten und Satellitenbilder kombiniert. Die Wahnbachtalsperre bei Siegburg in NRW dient als Pilotstandort. Dort wird das gesamte Monitoring- und Frühwarnsystem unter realen Bedingungen erprobt. Eine KI wertet diese aus, erkennt Muster und gibt Warnungen, bevor es kritisch wird. So sollen Wasserwerke rechtzeitig reagieren können, zum Beispiel durch Filtermaßnahmen oder geänderte Wasserentnahme.
In den Bergen
Ziel des Projekts AImon5.0 ist es, mithilfe von künstlicher Intelligenz (KI) und permanentem Laserscanning gravitative Massenbewegungen wie Felsstürze frühzeitig zu erkennen, bevor Menschen oder Infrastruktur zu Schaden kommen.
Statt punktuell nur alle paar Monate zu messen, wie es oft üblich ist, installiert das Projekt permanente Laserscanner, die alle 15 Minuten neue 3D-Daten liefern. Diese werden mithilfe von KI analysiert, um selbst kleinste Bewegungen und Muster frühzeitig zu erkennen. Sobald bestimmte Schwellenwerte oder Auffälligkeiten überschritten werden, erzeugt das System automatisiert Warnmeldungen.