Roboter für eine grünere Zukunft

Industrieroboter können breit gefächerte Aufgaben übernehmen: Vom Altkleider sortieren über die Demontage von Lithium-Ionen-Batterien bis hin zum Recycling von Rotorblätter von Windkraftanlagen.
Ob in der Industrie, im Haushalt oder hoch oben in der Luft – Roboter sind längst Teil unseres Alltags. Mit Künstlicher Intelligenz (KI) an Bord werden sie nicht nur schlauer, sondern auch vielseitiger. Besonders spannend: Ihr Einsatz in der Umwelttechnik. Denn hier können sie echte Gamechanger sein – von smarter Mülltrennung bis zur Rettung von Wildtieren per Drohne.
Die Kombination aus Robotik und KI eröffnet neue Wege für eine nachhaltigere Wirtschaft. In der GreenTech-Branche übernehmen Roboter Aufgaben in der Land- und Forstwirtschaft, beim Umweltmonitoring oder in der ressourcenschonenden Produktion. Sie helfen, Abfall zu reduzieren, Energie effizienter zu nutzen und Infrastrukturen instand zu halten. Kurz: Sie sind die fleißigen Helfer einer grünen Transformation.
Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) hat das Potenzial erkannt und die Förderinitiative „Digital GreenTech – Umwelttechnik trifft Robotik“ gestartet. Ziel: Innovative Lösungen entwickeln, die Umweltbelastungen senken und den Klimaschutz voranbringen. Insgesamt 16 Projekte in vier Anwendungsfeldern zeigen, wie vielseitig Roboter heute schon eingesetzt werden können.
Drei Robotertypen stehen dabei im Fokus: klassische Industrieroboter, Serviceroboter und mobile Systeme wie Drohnen (UAV) oder autonome Tauchroboter (AUV). Sie werden weiterentwickelt, um neue Funktionen in bisher unerschlossenen Einsatzgebieten zu übernehmen:
Im Anwendungsfeld Recycling geht es etwa um die automatisierte Sortierung von Alttextilien, die Demontage von Lithium-Ionen-Batterien oder die Reparatur von Elektrogeräten. Sogar beim Recycling von Rotorblätter von Windkraftanlagen können Roboter helfen.
Bei der Instandhaltung sorgen Roboter für die Inspektion von Windkraftanlagen, reinigen Schiffsrümpfe zur Vermeidung von Biofouling und reparieren Unterwasser-Stahlstrukturen per 3D-Druck.
Im Bereich Land- und Forstwirtschaft unterstützen sie die Aufzucht von Baumsetzlingen genauso wie Pflanzung von Setzlingen in Wäldern oder die selektive Kultivierung von Apfelbäumen durch Ausdünnung von Blüten. Auch die Biodiversität im Straßenbegleitgrün wird mit robotischer Hilfe gefördert.

Auch unter Wasser im Einsatz: Hier können Roboter unter anderem Schiffsrümpfe reinigen oder Unterwasser-Stahlstrukturen per 3D-Druck reparieren.

Roboter der Lüfte: Drohnen können Wildtiere aufspüren, über Deponien Methanemissionen messen oder Müll mit Greifarmen sammeln.
Und beim Umweltmonitoring? Drohnen spüren Wildtiere auf, messen Methanemissionen über Deponien oder sammeln Müll mit Greifarmen. Unter Wasser erfassen AUVs Daten aus Bergbaufolgeseen oder überwachen Gewässer in 4D und unterstützen so den Gewässerschutz .
Begleitet werden die Forschungsprojekte von einem wissenschaftlichen Begleitvorhaben unter dem Namen „BRIDGE“, das rechtliche und ethische Fragen rund um den Robotikeinsatz klärt, beispielsweise die Haftung bei Unfällen oder die Verantwortung autonomer Systeme.
„Digital GreenTech“ bringt Robotik und Umwelttechnik zusammen und setzt damit einen starken Impuls für den Aktionsplan Robotik und die Hightech Agenda Deutschland der Bundesregierung. Die Vorteile liegen auf der Hand: Robotik ist nicht zuletzt auch ein Wachstumsmarkt mit guten Exportchancen für deutsche Unternehmen. Und kann, richtig eingesetzt, die Zukunft nachhaltiger und lebenswerter machen
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