Und sonst so... Katharina Henn?

Wie sind Sie ursprünglich auf das Thema Umweltschutz und Digitalisierung aufmerksam geworden?
Ich beschäftige mich mit dem Betrieb von Wasserinfrastruktur, da liegt die Verbindung fast schon auf der Hand. Und wie ich dazu gekommen bin? Wie so oft war das ein glücklicher Zufall…
Welche Fähigkeiten oder Eigenschaften sind Ihrer Meinung nach besonders wichtig, um in Ihrem Forschungsfeld erfolgreich zu sein?
Durchhaltevermögen, die Bereitschaft, die eigene Arbeit immer wieder kritisch zu hinterfragen und Neugierde auf neue Forschungsfragen und Themen.
Können Sie ein Buch, einen Film oder Podcast empfehlen, der Sie zu ihrer Arbeit inspiriert hat oder aktuell begleitet?
Hidden Figures ist ein sehenswerter Hollywood-Film über afroamerikanische Wissenschaftlerinnen der NASA in den 60er-Jahren. Beeindruckend, was sie geleistet haben und das trotz Rassentrennung und ohne die technischen Möglichkeiten die uns heute zur Verfügung stehen.

Katharina Henn ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Fluidsystemtechnik der TU Darmstadt. Sie beschäftigt sich mit dem energieeffizienten Betrieb von Wasserversorgungsnetzen.
Wenn Sie eine Superkraft hätten, die Ihnen Ihre Arbeit erleichtern oder verbessern könnte – welche wäre das und warum?
Ich hätte gern ein Aufmerksamkeits-und-Zeit-Booster – damit ich mich noch mehr den Menschen und Dingen widmen kann, die mir wichtig sind.
Wenn Sie nicht in Ihrem aktuellen Beruf tätig wären, was würden Sie gerne machen?
Etwas Handwerkliches, vielleicht Konditorin.
Gibt es unabhängig von Ihren Arbeitswerkzeugen etwas auf Ihrem Schreibtisch oder im Büro, welches sie niemals missen könnten? (Glücksbringer, Tischkicker, besondere Kaffeetasse…)
Mein Schreibtisch ist meist schon voll mit Büchern, Notizen und Kopfhörern. Aber Pflanzen im Büro kann ich nur empfehlen.
Welchen Rat würden Sie jungen Menschen geben, die sich für ein Forschungsfeld wie Ihres interessieren?
In MINT-Studiengängen zählt oft weniger die genaue Studienrichtung – nach dem Studium werden die Karten nochmal neu gemischt. Versuchen Sie also den Studienbereich zu finden, für den Sie brennen, statt sich nur nach Zukunftsprognosen zu richten.
Wenn Sie Ihr Projekt heute neu aufsetzen würden: Was würden Sie anders machen?
Bei so interdisziplinären Projekten ist es immer eine Herausforderung, eine gemeinsame „Sprache“ zu finden. Dafür würde ich bei ähnlichen Projekten noch mehr Zeit investieren, auch wenn während dieser Zeit vermeintlich kein Fortschritt generiert wird.
Was war das Überraschendste oder Ungewöhnlichste, das Ihnen im Rahmen Ihres Projekts begegnet ist?
Unser Projekt-Akronym (agents42watermarkets [agents for two watermarkets]) sorgt regelmäßig für kreative Aussprachen – und ist, zugegeben, nicht gerade kurz.
Gibt es ein Vorurteil über Ihr Arbeitsfeld, das Sie gerne aus der Welt schaffen würden?
Ingenieurwesen ist ein unglaublich breites Berufsbild. In der öffentlichen Wahrnehmung ist das leider manchmal nicht so präsent und es wird oft auf den Fahrzeugtechniker oder die Brückenbauerin beschränkt.
Über das Projekt
Mehr über das Projekt agents42watermarkets erfahren Sie hier.